Mosel, Brodenbach

Tag 1 – 01 Mai 2019

Anfang Mai war es wieder soweit, ein Gefühl von Reiselust machte sich in mir breit. Fakt war ich möchte weg, weg von Zuhause und einfach irgendwo hin.

Zeitgleich wusste ich, dass ich nicht all zu weit weg fahren möchte denn ich wollte unbedingt mit dem Trabant zum campen fahren. Also entschied ich mich für einen Radius von 150 km, das sollte für einen 3 Tages Trip reichen dachte ich mir.  Sofort kam mir die passende Idee, Mosel!

Ich liebe die Moselgegend und die fahrt dorthin, schön über die Landstraße im Trabant, stelle ich mir danke der tollen Atmosphäre und dieser wunderschönen Natur einfach klasse vor. Da ich nicht alleine fahren wollte, holte ich mir noch eine Freundin zur Begleitung dazu. Am Abend reservierte ich den Campingplatz und packte alle nötigen Dinge in den kleinen Trabant.

Man mag kaum glauben was dort alles reinpasst!

Lediglich die Bettdecken und die Kopfkissen mussten auf der Rückbank platz nehmen, dafür war dann leider kein Platz mehr im Kofferraum.

Um 11:00 Uhr ging es dann los auf große Fahrt. Nach etwa 1,5h mussten wir dann eine Pause einlegen, der kleine zog in den Steigungen deutlich angestrengter und schwächer als gewöhnlich. 
Wenig später fanden wir einen schönen kleinen Feldweg auf dem wir erst einmal hielten, ich ließ den Trabi abkühlen und hoffte das Ihm bei den Temperaturen einfach nur zu warm war. Dem war nicht so aber dazu später mehr…

Die weitere Fahrt war wirklich schön, genau wie ich es mir vorgestellt habe. Idyllisch und Landschaftlich wirklich sehr schön. Ich nutzte die Gelegenheit der leeren Straße für ein schönes Bild.  

Es ging durch kleine Täler mit Bachläufen und dunklen Wäldern in denen ab und an die Sonne durch die Kronen der Bäume schien. Einfach klasse ! Endlich mal mehr sehen als immer nur die eintönigen Beton-Lärmschutzwände auf der Autobahn.

Wir kamen gut voran und hatten lange ruhe vor irgendwelchen kleinen Problemen, die uns aber keineswegs die gute Laune verdarben. Im Gegenteil, die kleinen Pausen bisher waren sehr angenehm und so wirklich Problem konnte man das schwächere ziehen am Berg auch nicht nennen. Zumindest noch nicht…  

Nach einigen Kilometern waren wir nun fast am Ziel, noch ca. 30km liegen zwischen uns und unserem Campingplatz in Brodenbach.
Da es aber ja zu langweilig und einfach wäre dort ohne Probleme anzukommen fing mein kleiner Trabant an ordentlich zu quietschen, glücklicherweise wusste ich direkt wo das fiese Geräusch her kam. Ich habe vor Fahrtantritt sicherheitshalber den Keilriemen gewechselt, der sich nun aufgrund der fahrt auf seine endgültige Länge gelängt hat.  

Halb so wild dachte ich mir und machte einen Stopp in Reginarisbrunnen um dort auf einem Parkplatz am Rand der Landstraße mal eben den Keilriemen nach zu spannen. Also nochmal kurz ein Päuschen einlegen damit der Motor etwas abkühlt und ich mir nicht die Hände verbrenne.

Mal eben den Keilriemen spannen

Zum Glück ist das weniger Arbeit als man denkt, der Trabant ist da schon leicht zu handhaben. Die Zeit des abkühlen nutzten wir und machten es uns auf der Decke gemütlich. Der Ort war eigentlich ganz nett, vor uns plätscherte ein kleiner Bach und dahinter gab es nur Felder und vereinzelte Bäume.   

Ich glaube da könnte es uns für eine Zwangspause deutlich schlechter treffen.

Nach einer ca. 30 minütigen Pause ging es dann wieder auf die Piste, das quietschen war deutlich besser aber noch nicht ganz weg. Aber darum kann ich mich dann später auf dem Campingplatz in Ruhe kümmern, denn so langsam werde ich hungrig. 
Weiter geht’s, nur noch 30 km liegen vor uns. 
 
Leider auch genau die 30km die am meisten Steigung und Gefälle aufweisen, bissle mulmig wird mir bei dem Gedanken ja schon.
 
Berg ab funktionierte ganz gut, die erste Steigung hat er auch gemeistert, zwar eher schlecht als recht aber wir sind oben angekommen. Vor dem nächsten Berg hatte ich etwas sorge, mein Gefühl ließ mich nicht los, das gleich noch was ganz blödes kommen wird. Und wieder einmal behielt ich recht. Es ging zwar hoch aber auf dem Weg bergab ging der kleine aus.

Da er nicht direkt wieder anspringen wollte entschied ich mich für einen kurzen Stop um nachsehen zu können was da los ist. Am ende des Gefälles befand sich eine schöne schattige Parkmöglichkeit auf die ich natürlich direkt zu steuerte. Dann wieder die gleiche Prozedur wie zuvor, kleine Pause damit er etwas abkühlt und dann geht’s an die Fehlersuche. Ich konnte das Problem nicht auf anhieb finden und entschied mich dazu die Zündkerzen zu wechseln und den Benzinhahn zu reinigen. Nach einigen versuchen sprang er an und wir konnten weiter.

Gelöst war das Problem damit leider nicht, das merkte ich, jedoch war die aktuell Priorität erst mal auf dem Campingplatz anzukommen. Alles Weitere kann ich in Ruhe vor Ort machen.

Wir erreichten wenig später dann endlich den Campingplatz checkten ein und bauten direkt unser Zelt auf. Wie jedes mal wenn wir zelten gehen haben wir genau ein Problem! Wir haben kein Sonnensegel… genau wie die male zuvor kommt von irgendwo ein Geistesblitz daher und ein „Self-made-Sonnensegel“ ala Perfektion steht.    

Der Schatten des Segels fällt zwar meist genau dahin wo man es nicht braucht, ist aber trotzdem ganz nett .  

Der Campingplatz liegt etwas außerhalb von Brodenbach aber die Entfernung ist wirklich nicht weit, mit dem Rad aber auch zu Fuß lässt sich die Strecke problemlos zurücklegen.

Der Campingplatz selbst ist ein kleiner sauberer Platz, mit einem großen Teil an Dauercampern.
Die Sanitärräume sind sehr modern und sauber – richtig klasse !

Genauere Details zum Campingplatz erhaltet Ihr hier unter der Kategorie „Campingplatz-Bewertungen“. Dort findet Ihr eine persönliche Bewertung des Platzes sowie den Link zur Website.

Den restlichen Abend haben wir ganz gemütlich ausklingen lassen. Zum Abendessen haben wir uns Grillgut mitgebracht. Während wir darauf arten mussten haben wir gequatscht und Kaffee getrunken. Ja richtig gehört ! Kaffee… aus irgendeinem Grund trinken wir deutlich mehr Kaffee zu allen möglichen Zeiten wenn wir campen sind als zuhause.

Wir quatschten bis spät in die Nacht, zum Glück waren wir alleine auf der Wiese und störten niemanden. Dann ging es müde und erschöpft ins Bett.

Gute Nacht !!

Tag 2 – 02 Mai 2019

Brrr… War das eine kalte Nacht ! Ich bin mehrere male wach geworden weil mir, trotz der ganzen Decken und Unterlagen, so kalt war das ich mir sogar eine Mütze anzog und diese bis über die Nase zog, damit diese endlich wieder etwas warm wird.

Da hilft nur eins – Genau !! Kaffee.

Also Schuhe an und raus aus dem Zelt… wie ich dieses rausklettern aus dem Zelt liebe. Immer häufiger sehnt es mich nach einem Schlafdomizil mit festen Wänden.

Rechts kocht das Kaffeewasser vor sich her, vorne das gute alte DDR Campingset aus Alu.

Und weil wir dieses mal wieder so schlau waren haben wir zwar alles für das gestrige Abendmahl eingepackt, jedoch nicht für unser Frühstück. Na toll! Wir Helden. Dann gibt es halt Fertigkuchen und eine zweite Tasse Kaffee.

Nach einer schönen warmen Dusche fühlen wir uns schon fast wie neu geboren.

Als nächstes hieß es auf zum Supermarkt, einkaufen damit die weitere Versorgung nicht so spartanisch ausfällt wie das Frühstück.

Unser heutiges Ziel ist die Burg Eltz

BILD BURG ELTZ WENN FREIGABE ERHALTEN





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